Querfeldein in Berlin-Brandenburg

Willkommen auf der Blogseite zum FrühjahrSommerHerbstundWintercross in Berlin Brandenburg

Letztes

Noch eine Perle

Wenn man einen freien email account hat, willigt man ein, Werbemails zu erhalten. Was für Werbemails man bekommt, hängt vermutlich  von den Mails ab, die man erhält, da wird wohl irgendwas ausgewertet.

GMX hat mir kürzlich folgende Werbemail zugestellt:

Treppenlift-0

Ich glaube, die müssen noch an ihrem Algorithmus feilen. Oder bekommt die Mail jeder, der über 50 ist? Ist das Altersdiskriminierung?

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1000cols

Wenn man nichts zu tun hat (oder man hat was zu tun aber keinen Bock drauf) surft man das Netz und findet auch mal was schönes:

https://www.100cols.nl/en/home/

Die Strecke selbst ist in Frankreich und über 4000km lang und führt (logisch) über 100 Pässe. Man muß von den Organisatoren ein Paket mit Booklet kaufen, in dem man wie bei einem Brevet Stempel sammelt.

Gebühr für das Paket sind 50 Euros + 15 Euros für Tracks. Die Routen werden gepflegt und sind wohl von Jahr zu Jahr etwas anders.

Es gibt kein Zeitlimit, man kann die Tour in beliebigen Teilstücken fahren, über Jahre verteilt. Also ideal für Touring. Wenn man außerhalb der Sommerferien fährt, sollte das mit Übernachtungen hinzubekommen sein. Also ein Brevet ohne Zeitlimit.

Beim Durchgehen der Finisher Liste fällt auf, das bisher nur 2 Deutsche drin stehen.  Die Fahrt scheint in Deutschland nicht so bekannt zu sein. Das können wir ändern!

Auch schön

Ich ertappe mich dabei, immer wieder auf folgender Seite zu landen und interessiert Berichte zu lesen. Nächster Austragung am 10.3.2018.

https://transcimbrica.wordpress.com/

 

Sacktropfen

Google Translate liefert manchmal richtige Perlen.

Ein Prachtexemplar finden wir hier (schwarzer Pfeil):

Sacktropfen

„Bagdrop“ mit „Sacktropfen“ zu übersetzen ist schon super!

Superbrevet Berlin-Wien-Berlin

berlinwienberlin

Nächstes Jahr gibt es ein neues Brevet: Berlin Wien Berlin, das erste 1200km Brevet von Berlin aus, vom 19.6-23.6.2018

Brevet Berlin Wien Berlin

Als Qualifikation ist die Anmeldung und das Überweisen des Startgeldes ausreichend…..

Turino Nice Rally 2017 – Ich und die Rapha Army

Gerald war so nett, mich auf Turino-Nice aufmerksam zu machen: Ein schönes niederschwelliges Cross-Angebot. Turino Nice

Gerald und Klaus hatten dann doch keine Zeit. Gerhard wollte mit dem Auto hinfahren und war so nett, mich mitzunehmen. Es war klar, daß wir nicht zusammen die Strecke absolvieren würden, da unsere Reisegeschwindigkeiten und Zeitvorgaben doch unterschiedlich waren. Mit einer Übernachtung am Bodensee bei Freunden ging es nach Turin, ich hatte dort ein freundliches, doch auch günstiges Hotel aufgetan. Kann ich empfehlen:
Hotel Miramonti

Am Morgen vor dem Start bin ich dann schon in die Stadt. Einige Fahrer starteten schon, weil sie sich im Tag vertan hatten. Sollte es bei einer optimalen Vorbereitung nicht geben. Blutige Anfänger, hahaha!

Nach der Stadtrundfahrt Tobit getroffen, was Essen gewesen, dann zurück ins Hotel und packen. Dabei stellte ich fest, daß ich nur die eine Hälfte meines Multitools dabei hatte: das ganze Tool war mir aus der Tasche gesprungen (schlechte Straßen) , ich hatte aber nur die eine Hälfte davon bemerkt. Außerdem hatte ich das falsche Ladekabel fürs GPS Gerät dabei. Fängt ja gut an: optimale Vorbereitung, hier sind Profis am Werk, das merkt man gleich! Das Kabel konnte ich noch im Mediamarkt nachkaufen.  Beim Multitool fehlte ausgerechnet die Hälfte mit den Imbussen (ist das der Plural von Imbus?), das habe ich nicht mehr geschafft zu besorgen.

Abends gab es ein Essen für die Teilnehmer in einem Restaurant am Start. War etwas voll, aber nett, man hat ein paar Leute kennengelernt oder wieder getroffen. Eine sehr internationale Truppe:  viele Engländer, Amerikaner, Australier, Franzosen, natürlich Deutsche, auch ein paar Italiener.  Ich absolvierte wieder meine speziele Event-Vorbereitung: ordentlich Bier trinken. Dann rechtzeitig ins Hotel, schlecht schlafen, Frühstück und zum Start.

Tag 1

Es waren 120 Starter da, es  wurden die unterschiedlichsten Räder gefahren: Crosser, MTB’s, halbe Fettbikes, Gravel-Bikes, Scheibenbremsen, Cantileverbremsen, V-Brake, Singlespeed, Elektro-Schaltung, viel Gepäck, wenig Gepäck, Bikepacking-Taschen von Herstellern, die ich gar nicht kannte. Meins war das einzige Rad mit Schutzblechen. Einer ist mit Hänger gefahren, der ist wahrscheinlich jetzt noch unterwegs.

Wir kamen nicht pünktlich los (so ist das mit den jungen Leuten heutzutage), sind aber recht gesittet ohne Ampel-Stunts aus der Stadt raus. Im ersten Vorort war ein Radladen, wo ich mein Multitool ersetzen wollte. Was heißt Multitool auf Italienisch? Was heißt Werkzeug auf Italienisch? Der Radladen wurde von einem alten Ehepaar geführt, die nur italienisch konnten. Nach einer Pantomime war ihnen klar, was ich wollte, ab er ein Multitool hatten sie nicht, aber ein paar Imbusschlüssel. Perfekt. Der Radladen war super, wie früher, leider wollten die beiden nicht mit aufs Bild, oder sie haben mich nicht verstanden:

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J
etzt waren alle weg, ich bin alleine weiter und rollte das Feld freundlich beim Überholen nickend von hinten auf. Immer noch Straße, es wurde warm. Die erste offroad passage nach 40km war schon recht ruppig, dauerte aber auch nicht lange. Jetzt ging es bergan, noch auf Teer. Es zeigten sich deutliche Leistungsunterschiede: einige Teilnehmer waren gut außer Atem, während andere Teilnehmer (ich) ruhig atmend an ihnen vorbeizogen. Als wir in den Col di Lombardo reinfuhren, wurde es gleich richtig steil:  24-28 reichte so gerade aus (auf Teer), später wurde es auf Schotter noch steiler, da half nur absteigen und schieben. Die Gegend war einmalig, auf dem Col di Lombardo angekommen, genossen wir ein einmaliges Panorama.

Die Abfahrt war nicht ohne, mit Cantis und viel Gepäck auf viel Schotter und Geröll hieß es vorsichtig sein. Im nächsten Ort erst mal Sandwich, Kaffee und Cola, dann weiter. Bei Einbruch der Dämmerung in einem urigen Laden in Bussoleno (km 120)erstmal Bier und Pizza, Klasse! Unvorstellbar, daß man  für 120km so lange braucht und so platt ist, aber ist auch Berge und cross. Nun war es Dunkel, 1 /3 Pizza einpacken lassen, raus aus dem Ort und auf Schlafplatzsuche. Der erste Platz war zu laut (Autobahn im Tal), der zweite Platz im Anstieg zum Col de Finestere war super: einfach links in den Waldweg und Isomatte und Schlafsack ausgerollt- fertig!

Tag 2

Um 7 ging es weiter, zum Frühstück gab es Pizza von gestern und dann weiter den Finistere hoch. Jetzt hörte wieder der Teer auf und es ging steil bergan.

Der Anstieg war nicht ohne, und das alles ohne Kaffee. In der Abfahrt fing der Teer an, und ein Wunder geschah: Gastronomie! 2 große Kaffee und ein Sandwich brachten mich auf Vordermann. Der Teer hörte wieder auf, die Routa Assieta begann, eine Schotterpiste, die sich fast auf dem Bergkamm dahinzog mit tollen Ausblicken ins Tal. Wunderschön!

Ich mußte etliche Male vom Rad und schieben. es waren hier viele Motorradfahrer (Enduro) unterwegs, aber allen waren rücksichtsvoll beim Vorbeifahren. Ich habe auch lieber angehalten und sie vorbeigelassen, als daß es noch zu Zusammenstößen kommt.

Nun ging es ins Tal (Schotterabfahrt) Richtung Briancon (Straßenabfahrt) Briancon war laut und voll und nervte. War das gleiche, wie von einem Brevet wieder nach Berlin reinzukommen.  Ich war in einem Restaurant was essen und dann weiter Richtung Col d’Izoard.  Es wurde dunkel, ich sah eine Maschinenhalle mit Eingang auf der Rückseite: Licht aus, Fahrrad rein und schlafen. Tagesleistung knapp 120km

Tag 3

Beim Hellwerden raus aus der Halle und weiter. Es war empfindlich kalt, nur 3°C. Durch den Anstieg wurde mir aber doch warm. Nach 7km das Refuge Napoleon. Ich war der 1. Gast des Tages, mein eingerostetes Französisch quietschte noch etwas, wurde aber geschmeidiger. Kaffee tat gut! Dann rauf auf den Col d’Izoard (2300m oder so) alles angezogen (ich hatte sogar Winterhandschuhe eingepackt, die waren auch nötig) und eine laaaaaaaange Abfahrt.  Frühstück vor einem Supermarkt und dann kam auch schon der Col d’Agnel (2900m)

Auf dem Pass tolle Fernsicht und dann eine schnelle und kurvige Abfahrt. 2 Jahre vorher bin ich den Agnel bei millekmdusud in der anderen Richtung hoch gefahren. Da war es dunkel, und das war auch gut so: so wußte ich nicht, was mir bevorstand.

Aber egal, jetzt ging es runter bis auf 1000m HÖhe nach Sampeyre. Hier war ein Camping, wo man als TNR Teilnehmer umsonst nächtigen konnte.  Toller Camping, freundliche Chefin, die nur italienisch und französisch konnte. Mein Französisch wurde ausgepackt und poliert und die Kommunikation lief gut. Der Plan war, hier mal die Radklamotten zu waschen. Wir sind in Italien, da muß man gut aussehen. Als die Klamotten auf der Leine hingen, kam ein Gewitter und Dauerregen. Super.

Es gab ein Schutzdach, unter dem ich mit ein paar Briten die Nacht verbrachte. Alle waren von Hack bis Nack in Rapha gekleidet. Müssen ein Vermögen gekostet haben, die Klamotten. Alles Rapha: Mütze, Windjacke, Trikot, Handschuhe, Hose, Socken, Ärmlinge, Beinlinge, RaphaRaphaRaphaRaphaRapha. Aber die Briten waren nett, wir waren noch was essen und Bier trinken. Heute nur 80km, aber immerhin 2 große Pässe.

Tag 4

Morgens in die klammen Radklamotten, igitt. Währen die Rapha Army schon den Col de Sampeyre eroberte, begab ich mich in den Ort Sampeyre und trank noch einen Kaffee. Im Anstieg gleich einen Platten, immerhin in der Sonne bei schönem Ausblick.

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Der Sampeyre bescherte uns wieder fast 1300 Höhenmeter, war aber gut zu fahren. Oben wieder hammergeile Ausblicke.

hier konnte man entweder „the Deathroad“ runterknallen, eine wohl sehr enge, steile Teerstraße, oder eine Schotterpiste direkt unterhalb des Kammes fahren. ich machte das zweite, da die Landschaft und die Aussicht gnadenlos schön war.

Das Fahren war zum Teil nicht möglich, so steinig war der Weg. Ich habe dann die Kammstraße verlassen und bin durch ein fast vollkommen verlassenes Dorf ins Tal gefahren. Irgendwie war das Hinterrad etwas schwammig. Ich stellte fest, daß am  Hinterrad viele Speichen sehr lose waren (Das Rad hatte ich erst  kurz vor der Tour  eingespeicht, Profis am Werk). Also alle Speichen nachspannen und nachzentrieren. Jetzt fuhr das Rad wieder besser.

Es ging mal wieder bergauf  (Überraschung!) auf 2080m hoch (Passo del Preit). War wieder richtig steil, ich habe z.T. geschoben. Oben war der Plan, im Refugio Gardetta auf 2335m zu übernachten. Super, echt ein Erlebnis! Nur nette Leute, und Bier!. Frühstück und Abendbrot gab es auch, und ich verbrachte den Abend mit einem australischen, einem amerikanischen und einem deutschen Radfahrer, der sich in der Gegend sehr gut auskannte). Wieder nur knapp 80km

Tag 5

Tolles Wetter wieder, und es ging durch „Little Peru“, eine kahle Felslandschaft, auf alten Militärwegen. Dann wieder eine (gefühlt) stundenlange Abfahrt ins Tal auf 800m.

Dann ging es „nur“auf 1300m (Madonna di Coletto) und wieder runter auf 800m. Nahrungsaufnahme im nächsten Ort, dann wieder auf 1300m (Colla Goldene) wieder runter ins Tal. Inzwischen hatte es sich richtig eingeregnet, und ich suchte in Limone Piemonte im Anstieg zum Colle di Tenda ein Hotel auf. Das Hotel war mitten im Ort, der Chef war sehr freundlich und sprach gut Deutsch. Ich ging essen und ruhte mich aus (ist ja Urlaub!)

Tag 6.

Beim Frühstück traf ich eine Hamburgerin, die seit Jahren ihren Urlaub wandernd in den italienischen Alpen verbringt. Sie war echt genervt von den Mountain-Bikern, die auf den Pfaden (nicht die Schotterpisten aus dem 1. Weltkrieg) unterwegs sind und erwarten, daß man ihnen Platz macht. Teilweise 30 Fahrer im Pulk, die dann 100m später anhalten und Pause machen. Die Frau geht dann vorbei, die MTB’ler fahren weiter und wollen wieder vorbei. Ich kann ihre Genervtheit verstehen. Hinzu kommt wohl noch, daß durchs Bremsen die Grasnarbe zerstört wird und es zu Erosionen kommt. Das soll sich in den letzten Jahren deutlich verschlimmert haben.

Wieder Kaffee-Druckbetankung, dann in einer Mischung aus Nebel, Wolken und Regen auf den Colle di Tenda. Sehr gut zu fahren. Oben dann die üblichen Verdächtigen im Refugio. Es ist naß und kalt, und alle frieren.

Im Nebel machte die Via del Sale keinen Sinn, und ich bin die über 40 Haarnadel-Kurven des Colle di Tenda auf französischer Seite runter.  Dann die ersten Schilder Richtung Nizza auf einer recht gut ausgebauten Straße. Es war Sonntag, und so war glücklicherweise wenig Verkehr.

Nun ging es in die Mercantour-Alpen, für mich der landschaftliche Höhepunkt der ganzen Tour. Erst auf einer steilen Teerstraße, dann auf Schotter (zum Glück weniger steil) gewannen wir immer mehr an Höhe, bevor sich uns dieses Bild bot:

Hier traf ich Marcel aus Ungarn, wir fuhren zusammen weiter in Richtung Col de Turini. Nach dem Überqueren der Passhöhe war wieder Nebel und Regen angesagt, und wir suchten eine Übernachtungsmöglichkeit. Im ersten größeren Ort rief eine sehr freundliche Dame gleich beim Bürgermeister an (Sonntag!) und schickte uns zu einer Gite, die Dame wollte aber nicht, bei der nächsten Gite das gleiche. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die ausgebucht waren: es war Sonntag abend, die Saison ist vorbei, die hatten einfach keinen Bock und scheinbar das Geld nicht nötig.

Kurz vor Nizza dann ein Restaurant mit ein paar Zimmern. Sehr einfach und direkt an der Hauptstraße, aber gutes Essen. 120km heute

Tag 6

Am Montag dann die letzten km nach Nizza ins Cafe du Cycliste. Es waren auch andere Fahrer dort, wir stanken einfach das Cafe voll. Viele elegante Leute. Jeder Finisher konnte sich ein paar WTB-Reifen aussuchen. Ich hatte nicht erwartet, noch welche abzubekommen, aber es gab noch reichlich Auswahl.  Ich saß rum, unterhielt mich mit anderen Fahrern und moderte vor mich hin. Was nun? Alles vorbei!

Die Konterung des hinteren Radlagers war lose, im Cafe gab es Werkzeug, und ich konnte nachstellen. Jetzt fing der Urlaub an.

Fazit:

Eine Tolle Tour. Man sollte sich Zeit lassen. Wenn man das Ding runterreißt wie ein Superbrevet, entgeht einem einiges. Man braucht eigentlich 2 Räder: ein MTB mit dicken Reifen für die Wege mit Geröll und einer Federgabel für die Abfahrten und 1 Rennrad für die Straßenabschnitte. Also muß ein Kompromiß her. Mein Kompromiß (Soma Grand Randonneur mit 42mm Reifen und 3fach Kurbel, kleinste Übersetzung 28-24) war nicht der schlechteste, manchmal hätte ich mir aber dickere Reifen gewünscht. Mit einem klassischen Crosser mit 32er Reifen und Kompaktkurbel hat man keinem Spaß. Ein MTB ist auf den Straßenabschnitten langsam. Gute Bremsen braucht man. Die Cantis waren auf den Schotter/Geröll Abfahrten manchmal grenzwertig, mit Scheibenbremsen konnte man schneller fahren, weil die mehr Bremsleistung haben.

Dies war die 2. Auflage von TNR. Die Starterzahl hat sich von 60 auf 120 verdoppelt. Wieviele Fahrer kommen nächstes Jahr? Kann durchaus sein, daß dann 240 kommen. TNR ist im Netz und den asozialen Medien recht präsent. Wieviele Teilnehmer sind möglich, ohne das Erlebnis, auf 2000m Höhe alleine unterwegs zu sein, zu zerstören? Bei 120 Teilnehmern war es echt ok, ab dem 2. Tag war ich hauptsächlich alleine unterwegs und traf ab und zu ein paar Leute, das war in Ordnung so, man konnte etwas schnacken. Ob dieses Erlebnis bei noch einer Verdopplung der Starterzahl noch möglich ist? Wir werden es sehen.

Meinen Dank an James für die perfekte Organisation: Chapaux!

 

 

 

 

 

 

 

millepennines 2017

Eigentlich stand das Programm für 2017 fest: LEL. Einen Startplatz hatte ich sicher, weil ich für den LEL-Film 2013 gespendet hatte. Problem war nur: ich bekam keinen Urlaub: Sommerferien, da haben die mit Kindern oder Lehrern als Partner Vorrang.

Zum Glück hatte ich einen Plan B: Es sollte unbedingt UK sein, auf der Audax UK Seite sind alle Brevets aufgeführt (es gibt viele!) und da war es: millepennines! Ein 1000er in Nordengland, 13.000 Höhenmeter, die Strecke verläuft durch den Lake District National Park, die North Pennines und die Yorkshire Dales. Kannte ich alles gar nicht oder nur zum Teil (North Pennines bei LEL). Es war die 2. Auflage dieses Brevets, bei Youtube gibt es Filme zu sehen. Sah wirklich geil aus.

Die Strecke war wie ein 4-blättriges Kleeblatt: man kommt immer wieder zu einem zentralen Ort (Sedbergh) zurück, wo man schlafen, duschen und sich verpflegen kann. Eine gute Idee. Die Kleeblätter waren maximal 340km lang, also Tagesetappen.

Mit Uneasyjet ging es nach Manchester. Mein Miyata mit den S and S Rahmenkupplungen leistete mir wieder gute Dienste: ich habe nichts-niente-nada-nothing für den Radtransport bezahlt. Den Einbau der Rahmenkupplungen und die anschließende Lackierung (500 Tacken) habe ich schon lange wieder raus.

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Ich bin übrigens nicht mehr Rainman-Ralf, der ist tot, es lebe Rinko-Ralf!

Im Eingangsbereich des Flughafens das Rad zusammengebaut, kurze Gespräche mit neugierigen Passsanten, was ich da eigentlich mache- nach 2 Stunden war alles montiert, der Karton am Mülleimer entsorgt und es konnte losgehen.

Erst kam der Manchesterer (richtig so?) Speckgürtel. Viele „Radwege“ noch absurder als in Deutschland (Danke, Fahrradrouting von Gpsies) nervig! Irgendwann ging es aber an einen Kanal. (ganz England und Teile von Wales sind von schmalen Kanälen durchzogen, auf denen vor dem Eisenbahnzeitalter alles transportiert wurde, auf sogenannten „Narrow Boats“ Es gibt sogar Kanalkreuzungen, wo ein Kanal auf einer Brücke über den anderen Kanal hinweggeführt wird)

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Meine Wasserflaschen waren noch leer, es war warm und sonnig, und ich bekam Durst. Ein Bier und eine Cola in einem Pub direkt am Kanal taten gut. Nach 20km hatte ich genug und ich ließ meinen Garmin ein Hotel suchen. Es war eins in 10km direkt am Track, also hin da. Es war so eine Business-Bude für 120 Peitschen! Schluck! Aber Gelder sind vorhanden also rein. WLAN war gut, um für meine Osmand-App die England-Karte herunterzuladen. Nebenbei war ein Pub mit Lecker Burger und Pommes und Bier. Pünktlich ins Bett, im Fernsehen kam der gleiche Schrott wie bei uns nur auf Englisch, nur BBC war seriös, der Rest war Unterschicht-Fettbacken-Müll. Bei so einem teuren Hotel hätte ich mehr erwartet!:-)

Morgens gab es Frühstücks-Buffet mit dem vollen englischen Programm. Da habe ich mich noch nicht rangetraut und bin bei Continental geblieben. Aber den leckeren Breakfast-Tee habe ich mir Gallonenweise reingeschüttet. Wie lecker, liegt an dem weichen Wasser dort, sehr gut für Tee!

Die Fahrt am Kanal war leider vorbei, jetzt ging es auf normalen Straßen und ehemaligen Bahndämmen weiter. Ich hatte morgens festgestellt, daß ich meine Sitzcreme (Englisch: Butt Butter) in Berlin liegengelassen hatte. Südlich von Blackpool (Startort des Brevets) meldete mein Garmin mir aber einen Radladen, den ich aufsuchte. Anschließend ging es direkt am Strand mit Schiebewind Richtung Hotel, welches Oliver ausgesucht hatte. Blackpool ist nicht nur Ballermann auf Englisch, sondern hat auch die älteste englische Straßenbahn, die noch im Regelbetrieb ist. Außerdem gibt es spacige alte Züge im Museumsbetrieb:

Aber für Trainspotting war ich ja nicht hier. Ich traf Oliver im Hotel, außerdem trafen wir noch 2 andere britische Fahrer (Namen vergessen), mit denen wir zu einem super Italiener um die Ecke gingen. Süd italienische Küche, kannte ich so nicht, war gut, sehr freundliche Mitarbeiter. Oliver konnte gleich mit seinem Italienisch punkten. Ich war der einzige, der Bier trank. Mein Geheimrezept, um ein Brevet zu schaffen. Wir hatten einen lustigen Abend, macht echt Spaß mit den Briten.

Tag 1: 250km

Frühstück gab es erst um 9 Uhr, Brevetstart war um 10, also vorher alles packen, dann Frühstück (heute traute ich mich an die englischen Sachen ran). War gut, die Würstchen sahen wie Finger aus (oder wie P****l, igitt!).

Um 10 war dann Start, es ging einfach los, niemand stand auf einer Leiter und sagte wichtige Dinge.

Auf kleinen Straßen ging es Richtung Lancaster (nervig) in den Lake District (schön). Hier wartete nach 130km der erste Pass mit Steigungsprozenten >20% auf uns, der Whinlatter Pass. Ich fuhr ihn mit Arthur (Mr Green) hoch. Auf der Passhöhe gab es ein Visitor Center mit Gastronomie: Cream-Tee: superleckerer Tee mit Scones! Es fing an zu regnen, aber nicht so stark. Größtensteils ging es bergab, bis wir in Seascale, einem kleinen Nest, aber mit COOP Supermarkt und Bahnhof gut ausgestattet, am Meer ankamen.

Nun ging es ins Tal des River Esk, das wir bis zum Ende fuhren. Jetzt wurde es ernst: Hardknot Pass erwartete uns (laut Wikipedia mit Rosedale Chimney Bank die steilste Straße in England, die fahren wir auch noch). Ich bin abgestiegen und habe geschoben. Man ist nicht viel langsamer als auf dem Rad und hat Zeit, die grandiose Landschaft zu bestaunen:

Ich war nicht der einzige, der geschoben hat (warum ist auf den Bildern nur niemand anderes zu sehen?)

Die Abfahrt mußte sehr vorsichtig gefahren werden, da die Straßen nass, kurvig und holperig war. Gegen halb eins nachts war ich dann in Sedbergh. Andreas Schade war da, leider nicht sein Rad, so daß er nicht mitfahren konnte und sich mit seiner Frau in der Küche nützlich machte. Nudeln kochen kann er!

Als ich mich hinlegen wollte, stellte ich fest, daß alle Matratzen besetzt waren. Außerdem war die Luft erfüllt vom Knistern der Rettungsdecken. Ich habe fast kein Auge zugemacht. Es sollte Ohrstöpsel geben, die habe ich aber nicht gefunden.

Tag 2: 332km

Um 4 Uhr führ bin ich dann aufgestanden, um halb fünf ging es in der Morgendämmerung auf das nächste Kleeblatt.

Der erste richtige Anstieg nach 26km zeigte mir, daß ich keine Beine hatte: ich mußte gleich vom Rad. Da hat sich auch über den Tag nicht viel dran geändert, erst abends um 8 wurde es besser. Bis km 130 war es ein ständiges auf und ab. Die Anstiege waren sehr steil, meine Beine aus Pudding, meine Durchschnittsgeschwindigkeit war gering. Die Anstiege stand ich meist im Wind. Ich wurde von vielen (gefühlt allen) Fahrern überholt.

Hinter Hexham legte ich mich erst mal auf eine Wiese und schlief eine Stunde. Dann fühlte ich mich etwas besser. Aber bei jedem Anstieg mußte ich aufs kleinste Blatt (24 Zähne). So quälte ich mich durch den Tag. Es war klar, daß ich alleine mein Tempo fahren mußte. Um im Zeitlimit zu bleiben, machte ich wenige und kurze Pausen. Viele Fahrer überholten mich öfters, sie fuhren schneller, vertrödelten die Zeit aber durch lange und viele Stopps. Nach Hexham waren die fiesen Steigungen erst mal vorbei, ich wurde etwas schneller. Bei km 209 ging es nochmals aus dem Tal über eine Rampe auf ein Hochmoor Richtung Langholm. Ich stand wieder im Wind. Ich dachte, ich wäre der letzte Fahrer und alle hätten mich bereits überholt, meine Moral war im Arsch. In Langholm hatte ich echt die Faxen dicke und wollte aufgeben. Fish and Chips in der Sonne weckten etwas Lebensgeister. Der Plan war , in Carlisle ein Hotel zu suchen. Dort war alles ausgebucht, irgendeine Band, die mir gänzlich unbekannt war, sollte spielen. Dann also weiter. Es rollte etwas besser.

In Penrith (km 290) traf ich Arthur und den einen Briten vom Italiener in Blackpool wieder. Wir fuhren zusammen weiter. Meine Stimmung wurde besser. Nach knapp 20km Fahrt wurde ich allerdings müde mit Sekundenschlaf und suchte eine Bushaltestelle auf. Nach 30min Schlaf ging es wieder besser und ich nahm die letzten 30km in Angriff. Kann ja nicht so schwer sein. Aber Arschlecken, es ging richtig hoch und runter auf kleinsten Country Lanes. 15Min vergeudete ich, weil der Garmin mich auf eine Straße leitete, die knapp neben dem Track verlief und im Hinterhof einer Farm endete. Gegen 3 Uhr morgens war ich dann in Sedbergh. Essen, Eine Stunde Schlaf.

Tag3: 344km

Klick! Ich wurde wach, Frühstück (Tee, Toast, Marmelade, Müsli, Baked Beans on Toast). Gegen 6:30 Uhr war ich auf dem Rad. Die Beine waren immer noch schlecht, zum Glück war der Rückenwind gut und die Steigungen waren meist erträglich für die nächsten 100km bis Yarm. Ortseingang Yarm war ein Coop auf, der etwas abseits vom Track lag und deshalb wohl von den meisten Fahrern übersehen wurde und deshalb noch ausreichend randonneurs-geeignete Nahrung hatte. Ich schlug mir den Bauch voll und packte noch ordentlich was ein: Pain-au-Chocolat. Lecker! Hinter Yarm wurde es wieder eklig steil und ich quälte mich ohne Ende Anstiege hoch bis km 160 Robin Hoods Bay. Mein Schnitt war richtig schlecht, aber die Landschaft war wunderschön. Alle überholten mich, aber daran hatte ich mich bereits gewöhnt.

Ich geriet langsam in den Brevet-Autismus-Modus, den ich versuche, zu vermeiden: nur Fahren-Stempeln/Essen-Fahren, wo man von der Gegend wenig mitbekommt und kaum noch Foto-Stops macht. Es geht nur noch ums Abspulen von Kilometern, Landschaft ist da nur irrelevant, kann sogar störend sein (Berge!) Eigentlich könnte man auch auf einem Home-Trainer sitzen.

Hinter Robin Hoods Bay wurde es noch schlimmer, es ging auf und ab wie auf der Achterbahn. Dazu war es richtig heiß. Bergab hing man immer in den Bremsen, weil die Straßen eng, steil und holperig waren. Bergauf war ich immer auf 24-28 oder zu Fuß unterwegs. Aber die Gegend war wunderschön, das habe ich trotz Brevet-Autismus gemerkt. Eine große Cola und ein kleine Bier in einem Dorfpub in Egton Station (km 180, ich weiß nicht, wie lange ich für diese 20km bis Egton gebraucht habe) weckten einige Lebensgeister. Nun kam ein endloser Anstieg aufs Hochmoor. Ich wieder regelmäßig vom Rad. Auf dem Hochmoor war es sonnig und schön, gute Fernsicht, aber ich hatte keine Lust, Fotos zu machen. Es ging runter ins Tal, ich freute mich schon: Endlich Berge vorbei! Aber es ging wieder raus aus dem Tal mit der zweiten steilsten Straße in UK: Rosedale Chimney. Ein anderer Fahrer holte mich ein (Name vergessen), wir schoben beide hoch. Nun kam eine lange Abfahrt und flache Streckenabschnitte bis Helmsley (km 216). Der Namenlose war deutlich stärker als ich, ich begrub die Idee, zusammen durch die Nacht zu fahren. Wir wollten in Helmsley noch was Warmes essen, wir waren aber zu spät (21 Uhr). Also kalte Küche vom Coop. Ich ließ den Namenlosen fahren und fand mich auf einer Steigung, die die Bezeichnung Steigung gar nicht verdient, wieder im 2-kleinsten Gang wieder. Jetzt wurden aber meine Beine besser und es ging durch Orte, an die ich mich noch von LEL erinnere: Coxwood, Thursk.

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Die guten Beine hielten an bis Mitternacht zur Kontrolle in Ripon, eine 24h-Tanke mit Supermarkt dran. Ich traf wieder alte Bekannte: den Namenlosen und eine schnelle Truppe, die mich regelmäßig überholte und die Zeit offensichtlich mit Rumstehen wieder verlor (laut eigener Aussage waren sie bereits 3 Stunden an der Tanke!) ein Kaffee und das Pain-au-Chocolat aus Yarm weckten meine Lebensgeister. Ich fuhr kurz nach ihnen los. Ab jetzt sollte es ebener werden bis Sedbergh, das war auch so. Ich fuhr mein Tempo und sah niemanden anderen auf der Strecke. Ich wurde müde und fand im nächsten Dorf eine Bushaltestelle mit einer so breiten Bank, daß man sich sogar umdrehen konnte, ohne runterzufallen. 30Min Schlaf reichten, es ging weiter, erst mit Regenkleidung wegen der Kälte, die aber am nächsten Anstieg wieder weg mußte. Als es hell wurde sah ich einige merkwürdige Gestalten in Bushaltestellen liegen, was machen die denn da? Es ging relativ eben weiter, ein leichter Nieselregen setzte ein, der mich bis Sedberg km 344 begleitete. Dort traf ich gegen 5 Uhr ein. Ich aß etwas und legte mich hin. Die Halle war fast leer. Die meisten waren wohl schon durch. Keine knisternden Rettungsdecken, geil!

Tag 4:79km

Den Wecker stellte ich mir auf 30min, wurde aber schon nach 15min wach, also aufiaufi, noch ein Frühstück und dann gegen 7 Uhr los. Mittlerweile regnete es richtig, aber das war mir egel. Für die letzten 80 hatte ich bis 13 Uhr Zeit, also 6 Stunden, das war machbar, und es ging bergab (nicht mit mir, sondern mit der Strecke). Bei km 40 hörte der Regen auf, und ich aß meine letzten beiden Brötchen mit Choricco (diese spanische Wurst aus dem Coop in Yarm) mit Ausblick aufs Meer. Andere Fahrer fuhren vorbei, ich winkte freundlich, sie winkten freundlich zurück, und ich fuhr den Rest alleine zu ende. In Blackpool fand ich erst den Zielort nicht, so durch war ich. Im Ziel traf ich Oliver, der wegen Problemen mit der Achilles-Sehne nach Tag 2 aufgeben mußte. Auf dem Sofa schlief ich gleich ein.

Ich bin der in der Mitte, deshalb habe ich das Bild geklaut.

Zu Fuß zum Hotel, wieder ins Bett, dann Essen gehen abends. Leider hatte der Süditaliener zu, wir gingen zu einem Inder, der nicht so der Burner war. Aber das Bier tat gut, das Essen blieb drin, was wollen wir mehr!

Fazit

Ein wunderschönes, aber sehr hartes Brevet, welches millekmdusud durchaus das Wasser reichen kann. Sedbergh als Mittelpunkt des Brevets macht es natürlich einfacher wegen der Schlaf- und Verpflegungsmöglichkeiten dort. Wir hatten Glück mit dem Wetter, im Vorjahr hat es wohl ordentlich gesaut. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, hier macht keiner einen auf dicke Hose, das ist das Schöne an den Brevets in Großbritannien. Hinterher habe ich erfahren, daß millepennines wohl das härteste Brevet von Audax UK sein soll. Warum sagt mir das vorher keiner? 🙂

Gut war der Streckenaufbau mit Sedbergh als zentralem Ort mit Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeit. Das kannte ich so von keinem Brevet in Deutschland. Eine gute Idee!

Mein Rad war genau richtig: Schutzbleche gegen Regen, 35mm breite Reifen (Compass) bringen Komfort und laufen auch nicht schlechter als 23mm Reifen. Der Alu-Schlafsack hat sich nachts bewährt. Ich bin mit Ostrich-Lenkertasche und Carradice Nelson Tasche gut ausgerüstet und habe ausreichend Platz für Verpflegung, ohne besonders ordentlich sein zu müssen, damit alles reingeht.

Das ich am zweiten Abend ernsthaft ans Aufgeben dachte, gibt mir zu denken. Ich überlege ernsthaft, statt Brevets mehr Touring zu machen: Rad mit Packtaschen, Zelt, Schlafsack, Kocher, los gehts und einfach durch den Tag dödeln.

 

Epilog

Eigentlich wollte ich mit dem Rad nach Hull fahren und dort die Fähre nach Rotterdam nehmen. Aber es regnete, und ich nahm die Bahn. Aus dem Zugfenster der schöne Blick auf steile Berge. Ich bin froh, das es geregnet hat, ich hätte mich echt gequält, meine Beine waren leer.

Ergänzung 21.08.2017

Etwas Tech-Talk: Ich bin mit meinem Miyata Ranodonnneur mit SANDS Rahmenkupplungen von 1981 gefahren: 700c, 35mm Compass Reifen (kann ich nur weiter empfehlen, laufen sehr gut, gibts bei Dailybread für den deutschen Markt). Laufen leicht und bequem, besonders bei den oft schlechten Straßen in UK ein Muß, aber hier sind die Straßen auch nicht viel besser.

Übersetzung: 48-36-24 vorne, 12-28 hinten.  Trotzdem bin ich an den 30%-Anstiegen vom Rad: man schießt alles Körner weg, wenn man hochfährt, auch mit 24-28, und ist nur minimal schneller als zu Fuß. Zu Fuß sieht man mehr, bleibt mal stehen und macht auch Fotos.

Schutzbleche: (wer im regnerischen England ohne fährt, ist selber schuld), Nabendynamo von Schmidt, gutes Licht vorne und hinten gespeist vom Nabendynamo, Zzing Powerbank gespeist vom Nabendynamo.

Ostrich Randonneurs-Fronttasche und Carradice Nelson Longflap, so hatte ich ordentlich Platz und mußte nicht ordentlich sein: alles reinschmeißen und gut ist.

Das ganze bringt natürlich ordentlich Gewicht auf die Waage, mir tat aber hinterher weder der Hintern, noch die Handgelenke, noch der Nacken, noch die Knie weh. Finger waren auch nicht taub. Das ist auch nicht zu verachten, man wird ja nicht jünger. Letztes Jahr millekmdusud habe ich mit einem leichten Alu-Rad versucht, war auch nicht schneller damit als mit dem Miyata, aber deutlich platter.